Ein Fischer zog an einem Draht und holte aus dem Schlamm einen Gegenstand mit einer sehr seltsamen Form heraus: Als er den Fund vom Schlamm reinigte, war er schockiert, als er erkannte, was es war.

Ein Fischer zog an einem Draht und holte aus dem Schlamm einen Gegenstand mit einer sehr seltsamen Form heraus: Als er den Fund vom Schlamm reinigte, war er schockiert, als er erkannte, was es war.

Der Fischer kam früh am Morgen ans Ufer, so wie fast jeden Samstag. Der Himmel war bereits klar, doch überall waren noch Spuren des gestrigen Sturms zu sehen. In der Nacht hatte es stark geregnet, der Wind trieb die Wellen direkt ans Ufer, und das Meer hatte eine Menge Müll an Land gespült: Holzstücke, Algen, Plastikflaschen und einige rostige Eisenstücke.

Der Mann ging langsam in Gummistiefeln über den nassen Schlamm und suchte einen Platz, an dem er ruhig seine Angel auswerfen konnte. Er liebte es, in der Stille zu angeln, deshalb wählte er immer Plätze weit weg von anderen Menschen.

Genau dann bemerkte er ein seltsames Detail. Aus dem dichten Schlamm ragte ein dünnes Stück Draht heraus.

Zuerst wollte er einfach weitergehen. Nach einem Sturm liegen solche Dinge überall am Ufer. Doch etwas an diesem Draht erschien ihm merkwürdig. Er ragte fast senkrecht heraus, als wäre er an etwas befestigt.

Der Mann ging näher heran, beugte sich hinunter und versuchte, mit den Fingern daran zu ziehen.

Der Draht bewegte sich nicht.

Also griff er ihn mit beiden Händen und zog stärker. Die Erde ringsum bewegte sich, doch der Fund schien fest im Schlamm zu stecken.

„Was zum…?“ murmelte er und stemmte seine Füße tiefer in den zähen Boden.

Er zog erneut. Zuerst langsam, dann stärker. Der Schlamm schien den Gegenstand wieder einzusaugen, als wollte er ihn nicht hergeben. Der Mann spürte, wie der Draht durch die Handschuhe in seine Handflächen schnitt. Mehrmals dachte er sogar daran aufzugeben, doch die Neugier ließ ihn nicht mehr los.

Er schaukelte den Draht von einer Seite zur anderen, zog in kurzen Rucken und machte manchmal eine Pause, um Luft zu holen.

Schließlich gab die Erde ein dumpfes, schmatzendes Geräusch von sich. Etwas Schweres begann langsam aus dem Schlamm herauszukommen.

Der Mann machte einen letzten kräftigen Ruck, und der Gegenstand sprang endlich heraus. Kaum konnte er ihn festhalten, damit er nicht wieder in den Schlamm fiel.

Der Gegenstand hatte eine seltsame Form.

Die ganze Oberfläche war mit dickem Schlamm bedeckt, sodass es unmöglich war zu erkennen, was es war. Die Form war rundlich, an manchen Stellen kantig, und dadurch kamen ihm die unangenehmsten Gedanken.

Ein kalter Schauer lief ihm über den Rücken.

„Hoffentlich ist es nicht…“, dachte er und beschloss sofort, den Fund zum Wasser zu bringen.

Er ging zum Meer und begann vorsichtig, den Schlamm abzuwaschen. Die Wellen rollten über den Gegenstand, und er wischte mit den Händen den klebrigen Lehm ab, um zu erkennen, was genau er aus der Erde gezogen hatte.

Und als der Fischer verstand, was es war, erstarrte er vor Überraschung.

Zuerst erschien eine glatte Oberfläche. Dann zeichneten sich die Umrisse einer Nase ab. Danach die Lippen.

Der Mann erstarrte.

Noch etwas Schlamm löste sich, und aus dem Wasser blickte ihn ein bekanntes Gesicht mit steinernen Locken an.

Er richtete sich abrupt auf und starrte auf den Fund. Es war der Kopf der Statue von Alexander Pushkin.

Einige Sekunden lang stand er einfach nur schweigend da. Noch vor einer Minute hatte er gedacht, er hätte etwas Kriminelles aus dem Schlamm gezogen, und ihm war bereits der Gedanke gekommen, die Polizei zu rufen.

Jetzt musste er sogar ein wenig lachen.

Wahrscheinlich hatte jemand die alte Statue ins Meer geworfen, und der nächtliche Sturm hatte den Kopf des Schriftstellers einfach wieder ans Ufer gespült.

Der Mann sah noch einmal auf das steinerne Gesicht von Puschkin, seufzte schwer und lächelte.

„Du hast mich ganz schön erschreckt, Alexander Sergejewitsch…“, sagte er und stellte den Fund auf den trockenen Sand.

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