Mein Mann und seine Verwandten haben mich absichtlich in einen zugefrorenen See gestoßen und beschlossen, dass es ein „lustiger Scherz“ sei, obwohl ich sie mehrmals gebeten hatte, das nicht zu tun.
Als ich unter das Eis fiel und um Hilfe zu rufen begann, flehte ich sie an, mich herauszuziehen, doch sie standen einfach am Ufer und filmten alles mit dem Handy.

Meine Rache begann in dem Moment, als ich aus dem Wasser herauskam. Und sie war für sie weitaus härter als ihr „Scherz“.
Unter meinen Füßen knackte etwas. Das Eis brach, und ich fiel hinunter.
Das Wasser war eiskalt. Es schnürte meinen ganzen Körper zusammen. Ich konnte nicht einatmen, als wäre in meiner Brust etwas gerissen. Panik überkam mich sofort. Ich versuchte aufzutauchen, schlug mit den Händen im Wasser, klammerte mich an den Rand des Eises.
— Helft mir! — schrie ich, doch meine Stimme versagte. — Zieht mich raus!
Ich hörte sie über mir. Zuerst lautes Lachen, dann Worte: „Ach komm schon, hör auf zu spielen!“ und „Sie kommt gleich selbst raus.“
Ich weinte, die Tränen mischten sich mit dem Wasser, meine Hände rutschten über das nasse Eis. Meine Finger wurden taub, die Haut brannte vor Kälte. Jedes Mal, wenn ich mich hochziehen wollte, brach der Rand ab und zerbröckelte unter mir.
— Bitte, helft mir! — ich schrie nicht mehr, ich keuchte nur noch.
Sie filmten weiter.

Ich spürte, wie meine Kräfte schwanden. In meinem Kopf hämmerte nur ein Gedanke — nicht aufgeben. Ich hakte mich mit dem Ellbogen an einer dickeren Stelle des Eises ein, zog mich hoch, rutschte wieder ab, griff aber erneut zu.
Mit letzter Kraft schaffte ich es hinaus. Ich lag auf dem Eis, atmete schwer und zitterte am ganzen Körper. Die Tränen liefen von selbst.
Und hinter mir klang noch immer ihr Lachen.
Ich zog mich selbst heraus, klammerte mich an die Eiskante und schob mich aus dem Wasser. Als ich aufstand, zitterte ich, aber mein Kopf war klar.
Diese Menschen mussten für ihre Taten zur Verantwortung gezogen werden. Und was ich tat, schockierte alle Anwesenden. Fortsetzung im ersten Kommentar.
Mein Mann hielt immer noch das Handy.
Ich ging auf ihn zu, riss ihm das Gerät aus der Hand und warf es ohne zu zögern in das Eisloch.
— Wenn du willst, spring hinterher, — sagte ich.
Das Lachen verstummte.
Ich fuhr sofort weg. Am nächsten Tag ließ ich mir die Unterkühlung ärztlich bestätigen und wandte mich an einen Anwalt. Ich erstattete Anzeige wegen versuchter Körperverletzung.

Der Anwalt hörte mir aufmerksam zu und sagte, dass ihr Video der wichtigste Beweis für Vorsatz hätte sein können.
Dann fügte er hinzu, dass ich mit dem Wurf des Handys in den See ein wichtiges Beweismittel zerstört habe.
Mir wurde klar, dass ich in diesem Moment aus Emotionen gehandelt hatte. Aber auch ohne ihre Aufnahme war ich entschlossen, die Sache bis zum Ende durchzuziehen.