Die neue Gefangene wurde absichtlich unter die Dusche geschickt, in der Hoffnung, sie vor allen zu demütigen. Aber keiner der Gefangenen hätte sich auch nur im Entferntesten vorstellen können, was nur wenige Minuten später geschehen würde und wer diese stille Frau in Wirklichkeit war.

Die neue Gefangene wurde absichtlich unter die Dusche geschickt, in der Hoffnung, sie vor allen zu demütigen. Aber keiner der Gefangenen hätte sich auch nur im Entferntesten vorstellen können, was nur wenige Minuten später geschehen würde und wer diese stille Frau in Wirklichkeit war. 😱

Der Bus mit den neuen Gefangenen hielt frühmorgens am Tor der Kolonie. Nach der Aufnahme stellten die Wärterinnen alle in einer Reihe auf und führten sie in den Wohnblock. Unter den Frauen fiel sofort eine auf – klein, schmächtig, mit müdem Blick und regennassen Haaren. Sie sah schweigend auf den Boden und sagte kein Wort.

Kaum hatte sie die Schwelle des Blocks überschritten, als mehrere Gefangene sich Blicke zuwarfen und leise zu lachen begannen.

– Seht mal, was für ein stilles Märchen da angekommen ist.

– So eine hält hier keine Woche durch.

– Das wird eine leichte Beute.

Eine große, tätowierte Frau namens Brenda, vor der fast die gesamte Kolonie Angst hatte, kam langsam auf die Neue zu und musterte sie mit einem spöttischen Blick von Kopf bis Fuß.

– Wie heißt du?

– Emily.

– Vergiss deinen Namen. Hier wirst du so genannt, wie ich es sage.

Die anderen lachten laut.

Wenige Minuten später stieß eine der Gefangenen Emily absichtlich mit der Schulter an. Sie verlor das Gleichgewicht, blieb aber auf den Beinen.

– Vorsichtig, Neue, sonst fällst du noch hin.

Das Lachen wurde noch lauter.

Auf dem Weg zur Dusche setzten sich die Schikanen fort. Jemand trat ihr auf die Ferse, jemand anderes streifte sie absichtlich mit dem Ellbogen, und als sie über den nassen Boden ging, stellte eine der Frauen ihr unauffällig ein Bein.

Emily stolperte und fiel schwer direkt in eine Pfütze. Ringsum ertönte lautes Gelächter.

– Na also, jetzt ist sie wenigstens gewaschen!

– Helft ihr auf, wir wollen noch die Show sehen!

Brenda kam näher und grinste verächtlich.

– Merk dir eine Regel. Hier hilft niemand den Schwachen.

Sie packte Emily am Kragen und schob sie in Richtung der Duschen.

– Los. Amüsiert euch mit ihr.

Mehrere Frauen umringten die Neue und versperrten ihr den Ausgang. Eine stieß sie heftig gegen die Brust, eine andere versuchte, sie ins Gesicht zu schlagen, in der Erwartung, dass die verängstigte Frau erneut hinfallen würde.

Aber dann geschah etwas, das die ganze Anstalt schockiert erstarren ließ. 😳 Den zweiten Teil unserer Geschichte findet ihr im ersten Kommentar. 👇👇

Emily machte ruhig einen Schritt zur Seite, wich dem Schlag aus, dann packte sie blitzschnell den Arm der Angreiferin und warf sie mit einer einzigen Bewegung auf die nassen Fliesen. Die Frau begriff nicht einmal, was geschehen war.

In der Dusche wurde es sofort still.

Brenda runzelte die Stirn.

– Glück gehabt. Noch einmal.

Sie stürzte selbst nach vorn, in der Absicht, die Neue mit einem einzigen Schlag niederzustrecken. Doch Emily bewegte sich zu schnell. Sie wich aus, versetzte einen kurzen Handflächenstoß gegen den Körper, dann fegte sie die Beine ihrer Gegnerin weg, und die große Frau krachte mit einem lauten Schlag auf den nassen Boden.

Die übrigen Gefangenen erstarrten schockiert.

– Was steht ihr da? Alle zusammen! – schrie Brenda.

Sofort stürzten mehrere Frauen gleichzeitig auf Emily los. Aber sie bewegte sich so sicher, als hätte sie jede ihrer Bewegungen im Voraus gewusst. Einer blockierte sie den Arm, die zweite warf sie behutsam, aber hart zu Boden, die dritte rutschte selbst aus, als sie versuchte, sie von hinten zu packen.

Nach wenigen Sekunden stand nur noch Emily auf den Beinen.

Sie atmete nicht einmal schwer.

Die gesamte Dusche versank in völliger Stille.

Brenda richtete sich langsam auf, hielt sich die schmerzende Seite und sah zum ersten Mal seit vielen Jahren jemanden ohne Spott an.

– Wer bist du?

Emily sah ihr ruhig in die Augen.

– Ein Mensch, der niemals als Erster einen Kampf beginnt. Aber immer den letzten beendet.

Nach diesen Worten wagte sich niemand mehr auch nur in ihre Nähe, und schon am Abend machten in der gesamten Kolonie Gerüchte über die geheimnisvolle Neue die Runde, die ganz allein die gefährlichsten Gefangenen in die Schranken gewiesen hatte. Niemand wusste damals noch, dass dies erst ihr erster Tag in diesem Gefängnis war.

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