Ein Mädchen in Zivilkleidung wurde direkt am КПП einer Militärbasis gedemütigt und gezwungen, unter dem Gelächter der Soldaten in Handschellen zu stehen… bis plötzlich ein blasser Oberst aus dem Gebäude rannte.
Am frühen Morgen herrschte vor der Militäreinheit das gewohnte Treiben. Durch die offenen Tore fuhren nacheinander Militärfahrzeuge ein, Soldaten eilten zur Formation, und über dem Betonplatz lag ein kalter grauer Nebel nach dem nächtlichen Regen. Am КПП standen bewaffnete Soldaten in Schutzwesten und kontrollierten die Dokumente aller, die sich der Basis näherten.

In diesem Moment trat ein junges Mädchen in rotem T-Shirt und dunkler Hose an das Tor. Sie wirkte nicht älter als fünfundzwanzig. Sie war nach einer langen Reise erschöpft, verhielt sich jedoch ruhig und selbstbewusst. In ihren Händen hielt sie einen kleinen Umschlag und sah sich immer wieder um, als wäre sie zum ersten Mal an diesem Ort.
Ein Soldat versperrte ihr sofort den Weg.
— Halt. Dokumente, — sagte er grob.
Das Mädchen reichte ruhig ihren Pass.
— Ich muss dringend das Kommando der Einheit sprechen.
Der Soldat warf einen Blick darauf und grinste.
— Das Kommando? Ernsthaft?
Zwei weitere Soldaten lachten. Einer umrundete sie spöttisch:
— Vielleicht gleich direkt zum General?
Die Stimmung wurde zunehmend feindselig. Das Mädchen blieb ruhig.

— Bitte hören Sie zu, es ist sehr wichtig. Ich werde hier erwartet.
— Natürlich wirst du erwartet, — unterbrach sie ein Soldat. — Solche wie dich kommen jeden Tag zehnmal.
Er riss ihr den Umschlag aus der Hand.
— Und was ist das?
— Bitte nicht anfassen. Das sind Dokumente.
Doch er stieß ihre Hand weg.
— Hände weg.
Dann nahm ein Soldat ihr das Handy ab, drehte ihr die Arme auf den Rücken und legte ihr Handschellen an.
Klack.
Die Soldaten lachten. Einige filmten die Szene.
— Wir haben eine Spionin erwischt.
Das Mädchen senkte den Kopf vor Scham.
Plötzlich sagte ein Offizier blass:
— Sie ist die Tochter von General Woronow.
Stille.
Der Oberst kam heraus und ließ sofort die Handschellen entfernen.
— Dein Vater ist vor drei Tagen gestorben.
Das Mädchen reichte einen Umschlag:
— Das ist sein letzter Brief…

Der Oberst öffnete ihn zitternd.
— Mein Gott…
— Was steht darin? — fragte jemand.
— Der General hat ihr die Kontrolle über den Fonds der Einheit übertragen und befohlen, sie wie Familie zu behandeln.
Alle erstarrten.