Nach dem Tod der jungen Königin versank der gesamte Palast in Trauer, und ihr mit goldenem Schmuck geschmückter Körper wurde bis zum Morgengrauen im Tempel unter dem Schutz der besten Krieger des Königreichs aufgebahrt… doch als die Priester am Morgen die Tempeltüren öffneten, erwartete sie im Inneren ein wahrer Albtraum.

Nach dem Tod der jungen Königin versank der gesamte Palast in Trauer, und ihr mit goldenem Schmuck geschmückter Körper wurde bis zum Morgengrauen im Tempel unter dem Schutz der besten Krieger des Königreichs aufgebahrt… doch als die Priester am Morgen die Tempeltüren öffneten, erwartete sie im Inneren ein wahrer Albtraum.

Was in jener Nacht im Tempel geschah, bleibt bis heute ein Rätsel.

Nach dem Tod der jungen Königin versank der riesige Palast in tiefe Trauer. Die langen Korridore, in denen noch am Vortag Musik und Lachen erklungen waren, lagen nun in bedrückender Stille. Diener bewegten sich fast lautlos, die Menschen vermieden Blickkontakt, und entlang der Wände brannten Hunderte von Fackeln, die den Palast mit dem Geruch von Öl und Rauch erfüllten.

Die Bewohner des Königreichs glaubten, dass die Seele eines Herrschers die Welt der Lebenden nicht unmittelbar nach dem Tod verlässt. Einer alten Tradition zufolge musste der Körper der Königin eine Nacht lang im heiligen Tempel verbleiben, damit die Götter über ihr Schicksal im Jenseits entscheiden konnten. Bis zum Morgengrauen durfte niemand die Ruhe der Verstorbenen stören.

Die junge Königin wurde in prächtige rote Gewänder gekleidet, verziert mit Gold und Perlen. Auf ihren Kopf setzte man eine schwere Krone, und um ihren Hals legte man eine uralte Halskette der Dynastie, die über viele Generationen weitergegeben worden war. Ihr Gesicht wirkte friedlich, als würde sie nur schlafen.

Spät am Abend wurde ihr Körper in den Haupttempel des Palastes gebracht.

Es war ein gewaltiger steinerner Saal mit hohen Säulen, Götterstatuen und einem langen Gang, der in der Dunkelheit verschwand.

Entlang der Wände standen die besten Krieger des Königreichs.

Große, bewaffnete Männer in goldenen Rüstungen standen regungslos neben den Säulen mit Speeren und Schwertern. Selbst die Feinde des Reiches fürchteten diese Männer, denn jeder Einzelne war persönlich ausgewählt worden, um die Herrscher des Palastes zu beschützen.

Bevor die Türen geschlossen wurden, blickte der Hohepriester die Krieger noch einmal an und sagte langsam:

— Was auch immer ihr in dieser Nacht hört, die Türen dürfen nicht geöffnet werden.

Die schweren Steintüren schlossen sich, und der Tempel versank in völliger Dunkelheit und Stille.

Später schworen einige Diener, mitten in der Nacht seltsame Geräusche aus dem Inneren gehört zu haben. Doch niemand wagte es, hineinzugehen.

Als der Morgen anbrach, versammelten sich Priester, Diener, Palastwachen und der Herrscher selbst vor dem Tempel. Der Hohepriester befahl, die Türen für das letzte Abschiedsritual zu öffnen.

Doch schon wenige Sekunden später erfüllten Schreie des Entsetzens den Tempel. Im Inneren erwartete sie… Die Fortsetzung dieser Geschichte findet sich im ersten Kommentar.

Die Königin lag weiterhin in der Mitte des Saales mit geschlossenen Augen und friedlichem Gesicht. Ihr goldener Schmuck glänzte im Licht der Fackeln, als wäre in der Nacht nichts geschehen.

Doch alle Krieger, die den Tempel bewacht hatten, waren nicht mehr am Leben.

Einige lagen neben den Säulen, andere direkt an den Türen – noch immer mit Waffen in den Händen. An ihren Körpern gab es weder Wunden noch Blut oder Anzeichen eines Kampfes. Es schien, als wäre der Tod gleichzeitig über alle gekommen.

Im Palast begannen sofort Gerüchte über einen Fluch.

Einige waren überzeugt, dass die Götter die Wächter gemeinsam mit der Königin geholt hatten, damit sie im Jenseits nicht allein blieb. Andere behaupteten, die Priester hätten die Krieger absichtlich einem uralten geheimen Ritual geopfert.

Doch viele Jahre später tauchten völlig andere Erklärungen auf.

Einige Wissenschaftler vermuteten, dass in jener Nacht im verschlossenen Tempel schlicht der Sauerstoff ausgegangen war. Der riesige Saal war kaum belüftet, die Fackeln brannten bis zum Morgengrauen, und die schweren Türen waren fest verschlossen. Vielleicht bemerkten die Krieger nicht einmal, dass sie zu ersticken begannen.

Doch ein Detail erschreckt die Menschen bis heute mehr als alles andere.

Warum versuchte keiner der bewaffneten Männer auch nur, die Türen zu öffnen und sich zu retten?

Und was in jener Nacht wirklich im Tempel geschah, wird wohl niemals jemand erfahren.

Alle Ereignisse dieser Geschichte sind keine historischen Tatsachen. Sie sind lediglich das Ergebnis unserer Vorstellungskraft und dichterischen Fantasie.

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