„Verlass mich nicht … ich bitte dich …“ — flehte sie ihren Ehemann an, doch der Ehemann bestrafte sie grausam für ihren Ungehorsam: Er hängte sie über den Fluss mit den Krokodilen und fuhr davon. Am Morgen ergriff das Dorf Entsetzen, als alle erfuhren, was in jener Nacht mit Maria geschehen war. 😨😲
— „Bitte … nicht …“ — Marias Stimme zitterte so stark, dass die Wörter fast in der heißen Abendluft zerflossen.

Antonio zog sie schweigend das felsige Ufer hinunter. Seine Finger gruben sich schmerzhaft in ihren Arm, und Maria versuchte immer wieder, sich loszureißen, indem sie sich an trockenen Büschen und scharfen Steinen festhielt. Unter ihren Sohlen rutschte der Schlamm, ihre Knie waren bereits aufgeschürft, doch die Angst in ihr war stärker als der Schmerz.
Vor einigen Stunden hatte sie sich zum ersten Mal seit vielen Jahren getraut, ihrem Mann in Gegenwart anderer Leute zu widersprechen. Nur ein einziger Satz am Markt:
— „Ich habe keine Angst mehr vor dir.“
Sie sagte es leise, fast flüsternd. Aber für Antonio war das genug.
Jetzt ging er mit einem so kalten Gesicht vor ihr her, als führe er nicht seine eigene Frau, sondern einen fremden Menschen.
Als Maria den alten Baum über dem trüben Fluss sah, schien ihr Herz in die Tiefe zu fallen. Das Wasser unten war unruhig. Etwas Schweres bewegte sich unter der Oberfläche und hinterließ lange Kreise.
Krokodile.
Sie blieb abrupt stehen.
— „Antonio … bitte …“
Er antwortete nicht.
Er holte nur ein Seil hervor.
Maria begann zu weinen, noch bevor er ihr die Hände fesselte. Sie versuchte, unter Tränen etwas zu erklären, versprach, dass sie nie wieder widersprechen würde, klammerte sich mit zitternden Fingern an sein Hemd.
Aber seine Augen blieben leer.
Er zog sie am Seil zu einem dicken Ast hoch, und Sekunden später baumelten Marias Beine hilflos über dem Wasser.
Der erste Aufprall kam fast sofort.
Ein riesiges Krokodil tauchte so plötzlich auf, dass das schmutzige Wasser ihr ins Gesicht spritzte. Sein Maul öffnete sich direkt unter ihren Füßen. Maria schrie auf und zog instinktiv die Knie an die Brust, während sie spürte, wie das Seil ihre Handgelenke aufriss.
Dann erschien ein zweites.
Sie kreisten langsam und geduldig unter ihr, manchmal schnell nach oben schnappend. Jedes Mal, wenn die Kiefer so nah zuschlugen, dass Maria vor Entsetzen schwarz vor Augen wurde.
— „Verlass mich nicht … ich bitte dich … bitte …“ — sie sprach fast nicht mehr, sie rang nach Atem.
Tränen flossen über ihr Gesicht, vermischt mit dem schmutzigen Wasser. Ihre Hände brannten vor Schmerz. Ihre Finger wurden taub. Sie spürte, wie ihre Kräfte allmählich schwanden.
Antonio setzte sich schweigend auf sein Pferd.
Kein Mitleid. Kein Zweifel, nur ein kurzer Blick in ihre Richtung.
Dann drehte er das Pferd um und ritt davon.
Maria sah ihm nach, bis seine Silhouette hinter den staubigen Felsen verschwand. Und unten schäumte das Wasser erneut auf.
Eines der Krokodile sprang so hoch, dass es ihren Stiefel streifte.
Sie schrie auf.
Und dieser Schrei hallte noch lange über den Fluss, während die Sonne langsam hinter dem Horizont verschwand.
Am nächsten Morgen flüsterte das ganze Dorf bereits über das Geschehene am alten Fluss, und als die Menschen erfuhren, was in jener Nacht mit Maria geschehen war … erstarrten alle vor Entsetzen. 😱😱
Der zweite Teil im ersten Kommentar 👇👇
Maria wusste nicht, wie viel Zeit vergangen war.

Die Nacht schien endlos. Ihre Hände waren so taub geworden, dass sie das Seil, das ihre Handgelenke aufschnitt, fast nicht mehr spürte. Kalter Schweiß rann ihr den Rücken hinunter, ihr Atem wurde schwach und unregelmäßig. Unter ihr kreisten immer noch die Krokodile.
Manchmal wurde das Wasser ruhig, und dann wurde die Angst noch schlimmer. Und plötzlich schnellte eines von ihnen wieder nach oben und riss sein riesiges Maul direkt vor ihren Füßen auf. Maria zog krampfhaft die Knie an die Brust und schluchzte leise, weil sie kaum noch Kraft zum Schreien hatte.
— „Bitte … helft mir …“
Bei Tagesanbruch sank ihr Kopf kraftlos nach unten. Alles verschwamm vor ihren Augen, bis plötzlich irgendwo in der Nähe das Geräusch eines Motors zu hören war.
Ein alter Pickup hielt abrupt am Ufer.
Ein großer Mann sprang aus dem Wagen und erstarrte, als er die Frau über dem Fluss sah. Einige Sekunden lang starrte er Maria an, als könne er nicht glauben, was da geschah, dann stürzte er zum Baum.
Ein Schuss in die Luft knallte. Die Krokodile tauchten sofort unter.
— „Halten Sie durch! Schließen Sie nicht die Augen!“ — rief er, während er auf den Ast kletterte.
Weniger als eine Minute später spürte Maria, wie sie vorsichtig nach unten gelassen wurde.
Später fand die Polizei Antonio zu Hause. Er trank ruhig Kaffee, in der Gewissheit, dass seine Frau bereits tot war.
Als er in Handschellen durch das ganze Dorf geführt wurde, sahen ihm die Menschen schweigend nach.
Und Maria saß im Krankenzimmer und hatte zum ersten Mal seit vielen Jahren keine Angst davor, abends wieder die Schritte ihres Mannes vor der Tür zu hören.